| NRW schnürt «Kulturrucksack» für Jugendliche |
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| Mittwoch, 21. Dezember 2011 um 05:09 Uhr | ||
Düsseldorf (dpa/lnw) - Rund drei Millionen Euro an zusätzlichen Fördermitteln will die nordrhein-westfälische Landesregierung ab 2012 jährlich in die kulturelle Bildung Jugendlicher investieren. Das Projekt «Kulturrucksack» startet im kommenden Jahr mit 28 Pilot-Kommunen. Zielgruppe seien die 10- bis 14-Jährigen, berichtete NRW-Kulturministerin Ute Schäfer (SPD) am Dienstag in Düsseldorf. In dieser wichtigen Orientierungsphase sollen sie in ihren Kommunen mehr kostenlose oder deutlich verbilligte kulturelle Angebote erhalten.
Köln wolle mit dem Geld vor allem Kinder und Jugendliche in sozial schwachen Stadtteilen erreichen, berichtete Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes. In elf solcher Stadtviertel gebe es rund 12 500 Kinder von 10 bis 14 Jahren mit besonderem Förderbedarf. In Köln wollen die Hochschulen für Sport, Medien, Tanz und Musik gemeinsam kultur- und medienpädagogische Projekte anbieten und Jugendliche kleine Filme drehen lassen. In Kerpen holt ein mit Spenden finanzierter Bus Schulkinder zur Museumstour in die Domstadt ab.
Troisdorf will im Verbund mit Lohmar, Rösrath und Overath einen Kulturrucksack für die über 8500 Zehn- bis 14-Jährigen dieser Region schnüren. Auf dem Programm stehe eine Angebotspalette rund um die Jugendkultur, berichtet Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski. Dazu zählen Musikkurse mit türkischen Instrumenten, Graffiti- und Mode-Kurse, gezielte Förderung von Schüler-Bands oder Foto-Handy-Touren durch die eigene Stadt.
Schäfer stellte zudem das Projekt «polyphon» der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf vor. Dort können Kinder und Jugendliche individuell oder in einer Gruppe mit digitalen Bildmedien experimentieren und Bilder von Paul Klee zu einer selbst ausgewählten Musik spielerisch in Bewegung setzen. Die Teilnahme ist kostenlos.
http://www.kulturrucksack.nrw.de
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