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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Von James Bond bis Gerhard Richter - das Kulturjahr 2012 Von Stephan Maurer, dpa PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 21. Dezember 2011 um 05:09 Uhr

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Kinofans warten auf den neuen James Bond , Kunstliebhaber pilgern zur 13. documenta nach Kassel - das Kulturjahr 2012 hält viele Höhepunkte bereit.

 

Berlin (dpa) - Gerhard Richter, einer der weltweit wichtigsten Künstler, wird im Februar 80 Jahre alt. Eine große Ausstellung in Berlin würdigt den Maler. In Kassel ist nach fünf Jahren wieder documenta-Zeit. Filmfans freuen sich auf den neuen James-Bond-Film «Skyfall» und den Abschluss der «Twilight»-Saga, eifrige Leser auf die neuen Bücher von Eugen Ruge und Friedrich Christian Delius. Ein Ausblick auf das Kulturjahr 2012:

 

LITERATUR - Buchautoren werden auch im kommenden Jahr wieder einiges von sich preisgeben. Ein erster neugieriger Blick in die Frühjahrsprogramme der Verlage zeigt, dass der Trend, die eigene Familiengeschichte als Gesellschaftsroman zu verpacken, anhält. Fans von Paul Auster, Paulo Coelho, Donna Leon, Jussi Adler-Olsen, T.C. Boyle, Benjamin Lebert, Walter Kappacher oder Sten Nadolny dürfen sich über literarischen Nachschub freuen. Neues gibt es auch vom Büchner-Preisträger 2011, Friedrich Christian Delius. Und bereits im Januar veröffentlicht Buchpreisträger Eugen Ruge die überarbeitete Autobiografie seines Vaters Wolfgang Ruge.

 

Ernährung, Emanzipation, Euro-Krise - spannend sind auch die Sachbuchthemen. Und die verkaufen sich am besten über einen bekannten Autor. So werden auch Politiker und Promis wieder persönliche Einblicke geben. Jörg Kachelmann will seine im Gefängnis niedergeschriebenen Erlebnisse Anfang des Jahres in seinem Buch «Mannheim» veröffentlichen und Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) ist in ihrem Buch der Ansicht: «Danke, emanzipiert sind wir selber».

 

Neue Biografien verweisen auf den 300. Geburtstag von Friedrich dem Großen am 24. Januar, und zum 200. Geburtstag von Charles Dickens am 7. Februar gibt es Neuauflagen seiner Werke. Und dann ist schon wieder Zeit für die Bücherschau in Leipzig: Vom 15. bis 18. März will die Messe unter anderem mit einem neu konzipierten Bereich zum Thema Bildung punkten. Die Frankfurter Buchmesse (10. bis 14. Oktober) hat Neuseeland zu Gast. Der Ehrengast stellt sich unter dem Motto «Bevor es bei Euch hell wird» vor.

 

FILM - Für das nächste Jahr warten viele Kinofans sicher sehnsüchtig auf die neuen Teile enorm erfolgreicher Filmreihen: Die Alien-jagenden «Men in Black» kommen mit Teil drei auf die Leinwand und die Animations-Abenteuer «Ice Age» sogar schon mit der vierten Ausgabe. James-Bond-Fans fiebern dem nächsten Thriller «Skyfall» entgegen, wieder mit Daniel Craig als Agent 007. Sein Gegenspieler wird Oscar-Preisträger Javier Bardem sein. Auch der neue «Spider-Man» wird erwartet, ebenso wie Ende des Jahres dann das wohl wirklich letzte Spektakel der Vampir-Saga «Twilight».

 

Doch auch andere Werke könnten die Highlights des Filmjahrs 2012 werden - zum Beispiel «The Descendants», wo sich George Clooney unter der Regie von Oscarpreisträger Alexander Payne als Vater beweisen muss, oder Peter Jacksons Projekt nach der «Herr der Ringe»-Trilogie: «Der Hobbit».

 

Der Reigen der großen Festivals startet vom 9. bis 19. Februar 2012 wieder in Berlin. Bei der 62. Berlinale schicken Filmemacher aus aller Welt ihre neuesten Werke ins Rennen um den Goldenen Bären. Die Retrospektive widmet sich dieses Mal der «roten Traumfabrik» - einem legendären deutsch-russischen Filmstudio: der Meschrabpom-Film und ihrem deutschen Zweig Prometheus.

 

Vom 16. bis zum 27. Mai konkurrieren die besten Filme beim 65. Festival von Cannes um die Goldene Palme, ehe in Locarno (1. bis 11. August) die Leoparden vergeben werden. Zum glanzvollen Abschluss der großen Filmfestivals treffen sich die Stars der Branche dann im Herbst beim 69. Filmfestival von Venedig und wetteifern um den Goldenen Löwen.

 

AUSSTELLUNGEN - Nach fünf Jahren wird Kassel wieder zum Zentrum der zeitgenössischen Kunst. Die documenta (13), die am 9. Juni 2012 in Kassel eröffnet wird, hat aber eigentlich schon begonnen. Denn zu der weltgrößten Ausstellung zeitgenössischer Kunst zählt die künstlerische Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev auch die Internetseite, erste Kunstwerke, die bereits im Vorfeld gezeigt wurden, oder die Bände der Notizenreihe «100 Notizen - 100 Gedanken». 100 Künstler sind eingeladen, die Namen wie immer ein Geheimnis. Einige sind aber bereits bekannt: der Südafrikaner William Kentridge etwa, der Iraner Rene Gabri oder die polnische Künstlerin Goshka Macuga. Die documenta läuft genau 100 Tage bis zum 16. September 2012.

 

Seinen 80. Geburtstag feiert am 9. Februar einer der Größten der zeitgenössischen Malerei: Gerhard Richter. Wenige Tage danach zeigt die Neue Nationalgalerie in Berlin eine große Retrospektive seines Werks. Zu sehen sind rund 150 Gemälde aus allen Schaffensperioden, darunter Ikonen wie das Bild der eine Treppe herabsteigenden «Ema» (1966) oder auch selten zu sehende Werke wie «Neger (Nuba)» (1964). Die Ausstellung (12.2.-13.5.) wurde in Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou in Paris und der Tate Modern in London erarbeitet. In London war sie zuvor zu sehen.

 

Runder Geburtstag auch in Dresden: Raffaels Sixtinische Madonna wird 500 Jahre alt. In einer hochkarätigen Ausstellung mit vielen Kunstwerken von Raffael und seinen Zeitgenossen zeichnet die Gemäldegalerie Alte Meister vom 26. Mai bis 26. August die Geschichte des Meisterwerks nach. Wem zu dem Bild auf Anhieb nichts einfällt: Es ist das mit den berühmten Engelchen, die frech am unteren Bildrand lümmeln.

 

Um Picasso, Beckmann, de Kooning und die Frauen dreht sich ein großes Ausstellungshighlight 2012 in München. Die Pinakothek der Moderne zeigt von Ende März an 90 Werke von Pablo Picasso, Max Beckmann und Willem de Kooning und ihre Auseinandersetzung mit der Weiblichkeit. In Wien dominiert der 150. Geburtstag von Gustav Klimt den Ausstellungskalender, es gibt gleich drei Ausstellungen: in der Albertina, im Leopold Museum und im Belvedere.

 

BÜHNE - Länger und exklusiver sollen die Salzburger Festspiele in der ersten Saison unter dem neuen Intendanten Alexander Pereira werden. Die Saison beginnt schon am 20. Juli und dauert bis zum 2. September 2012. Pereira möchte einen neuen Schwerpunkt mit geistlicher Musik setzen und bittet zum mehrtägigen Vorspiel unter dem Titel «Ouverture spirituelle». Als Festspiel-Erstaufführung hat Pereira «La Bohème» von Giacomo Puccini auf den Spielplan gesetzt. Anna Netrebko soll die Mimi singen.

 

Zur Eröffnung der Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth inszeniert Jan Philipp Gloger am 25. Juli bei seinem Bayreuth-Debüt Wagners Oper «Der fliegende Holländer». Für die Titelpartie ist der russische Bariton Evgeny Nikitin vorgesehen. Am Pult steht Bayreuths Hausdirigent Christian Thielemann. Die Festspiele auf dem Grünen Hügel dauern bis zum 28. August.

 

Höhepunkt an Deutschlands größter Sprechbühne, dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, ist gleich im Januar die Uraufführung von «Der große Gatsby» unter der Regie von Rebekka Kricheldorf. 70 Jahre nach dem Tod des amerikanischen Schriftstellers F. Scott Fitzgerald sind nun die Urheberrechte für das Drama freigeworden.

 

Ein Wechsel steht 2012 bei der Intendanz der Ruhrtriennale in Nordrhein-Westfalen an: Der Frankfurter Komponist Heiner Goebbels wird Nachfolger von Intendant Willy Decker. Goebbels gilt als experimentierfreudiger Querdenker. Thema Nummer eins beim Schauspiel Stuttgart ist 2012 die Rückkehr ins sanierte Schauspielhaus. Für die Eröffnung Mitte Februar ist eine Doppel-Premiere geplant: Schillers «Don Karlos» in der Regie von Intendant Hasko Weber und Sartres «Das Spiel ist aus», inszeniert von Sebastian Baumgarten. Der 60. Geburtstag des Komponisten Wolfgang Rihm ist das bestimmende Thema 2012 in Karlsruhe. An seinem Ehrentag, dem 13. März, spielt die Badische Staatskapelle ein Konzert ausschließlich mit Rihm-Werken. Zudem wird Rihms Auftragswerk «Vers une symphonie fleuve VI» uraufgeführt.

 

GEDENKTAGE - Gleich mehrere literarische Gedenktage stehen 2012 auf dem Kalender. Gerhart Hauptmann, Autor von Dramen wie «Vor Sonnenaufgang» und «Die Weber», kann gleich doppelt gefeiert werden: Am 15. November jährt sich sein Geburtstag zum 150. Mal, und vor 100 Jahren erhielt er den Literaturnobelpreis. Auch Arthur Schnitzlers 150. Geburtstag (15. Mai) wird im kommenden Jahr gewürdigt. Seine «Traumnovelle» war die Vorlage für Stanley Kubricks Kinofilm «Eyes Wide Shut».

 

Der 200. Geburtstag des englischen Autors Charles Dickens, Schöpfer der Romane «Oliver Twist» und «David Copperfield», steht am 7. Februar auf dem Kalender. Und nicht zuletzt ist da Karl May: Der geistige Vater von Winnetou und Old Shatterhand starb vor 100 Jahren (30. März).

 

Ein wichtiges Datum aus der Welt der Malerei ist der 150. Geburtstag des Wiener Jugendstilmalers Gustav Klimt am 14. Juli. Vor 25 Jahren (22. Februar) starb Pop-Art-Künstler Andy Warhol. An den Tod von zwei Filmdiven wird 2012 ebenfalls erinnert: Am 6. Mai vor 20 Jahren starb Marlene Dietrich, am 5. August vor 50 Jahren Marilyn Monroe.

 



Tags: 2012  geburtstag  februar  100  150  abstrakte kunst  
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