| 5,3 Millionen Euro für Neuruppiner Bilderbögen |
|
|
|
| Donnerstag, 22. Dezember 2011 um 05:12 Uhr | ||
Neuruppin (dpa/bb) - Das Neuruppiner Museum kann erweitert werden. Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) hat am Mittwoch aus EU-Mitteln einen Fördermittelbescheid über 5,3 Millionen Euro erhalten. Dem Ausbau des Museums mit seiner einzigartigen Bilderbogensammlung stehe jetzt nichts mehr entgegen, erklärte Brandenburgs Bauminister Jörg Vogelsänger (SPD) in der Fontanestadt. «Das ist für uns ein großer Tag. Das Museum soll zu einer der großen Neuruppiner Attraktionen werden», sagte Golde.
Mit dem Geld werde jetzt ein Anbau errichtet, ein Lift eingebaut und alle Ausstellungsräume barrierefrei ausgebaut, hieß es. Zusätzlich soll Außenanlagen neugestaltet werden. Neben der EU-Millionen-Spritze will die Stadt Neuruppin zusätzlich 1,1 Millionen Euro als Eigenmittel investieren. Die Bauarbeiten sollen 2013 abgeschlossen sein, so Vogelsänger weiter.
Das Museum ist seit den 1950ern in einem klassizistischen Wohnhaus untergebracht. Neuruppin plant, die Sammlungen des Museums zu überarbeiten und neu zu präsentieren. Dafür soll mit einem Anbau der benötigte Platz geschaffen werden. Im Vorfeld wurde hierzu ein europaweiter Architektur ausgelobt. Brandenburg hat diesen mit 92 000 Euro unterstützt.
Die weit über Neuruppin hinaus bekannten Bilderbögen, sind handkolorierte Lithographien. Von 1775 bis 1937 brachte sie der Neuruppiner Verlag Kühn heraus. Die Bilderbögen zeigen Szenen aus dem Alltag, von Freiheitskämpfen und hochherrschaftlichem Leben. Heute sind viele dieser Bilderbogen begehrte Sammelobjekte.
|
























































