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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Bauboom bei hessischen Museen - neue Konzepte nötig Von Sandra Trauner, dpa PDF Drucken E-Mail
Freitag, 30. Dezember 2011 um 06:13 Uhr

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Im kommenden Jahr empfangen viele Museen ihre Besucher in neuen Räumen. Vor allem im Rhein-Main-Gebiet wird gebaut. Diese Bauarbeiten sind oft ein Anlass, die Ausstellung neu zu konzipieren. Allein im Rhein-Main-Gebiet müssen sich rund 40 Museen nach Neu-, Aus- und Umbau neu positionieren - diese Zahl nannte die Kulturinitiative Rhein-Main kürzlich bei einer Konferenz von Museumsdirektoren. Zwei der größten Museumsbaustellen befinden sich in Frankfurt: das Historische Museum am Römerberg und das Kunstmuseum Städel auf der gegenüberliegenden Mainseite.

 

Das Historische Museum in Frankfurt wird im Frühjahr - zumindest in Teilen - wiedereröffnet. Der aus den 1970er Jahren stammende Betonkasten am Römerberg wurde abgerissen, an seine Stelle tritt ein Neubau des Stuttgarter Architekturbüros Lederer Ragnarsdottir Osi. Der Bau soll 2014 fertig werden, die Eröffnung ist für 2015 geplant. Schon im Frühjahr dieses Jahres sollen die fünf historischen Altbauten wiedereröffnet werden, die seit 2009 saniert wurden. Insgesamt wird das neue Historische Museum 70 Millionen Euro kosten, die Gesamtfläche wird auf 6000 Quadratmeter verdoppelt.

 

Nach dem Neubau wird die Dauerausstellung komplett neu konzipert. Auch mit Geschichte befasste Museen müssten sich «vom Historischen lösen», sagte der Direktor des Historischen Museums, Jan Gerchow, kürzlich bei einer Museumsdirektoren-Tagung. «Wir müssen auch gegenwärtige Fragen und Zukunftsperspektiven in den Blick nehmen.» In der neuen Dauerausstellung gehe es zum Beispiel um die verschiedenen «Images der Stadt» und um «die Großstadt als Lebensform». Besucher würden als «Kuratoren auf Zeit» miteinbezogen, Stadtgeschichte werde nach Themenfeldern und nicht chronologisch aufbereitet.

 

Während auf der einen Seite des Mains noch gebaut wird, ziehen auf der anderen Uferseite schon die Bilder ein. Das Frankfurter Kunstmuseum Städel eröffnet im Februar seinen unterirdischen Erweiterungsbau. Im Garten hinter dem Städel, wo zuvor eine Rasenfläche war, wölben sich jetzt 195 Kuppeln, die den Saal unter der Erde beleuchten. Der 3000-Quadratmeter-Saal von schneider+schumacher beherbergt den Sammlungsbereich Gegenwartskunst, also die Kunst ab 1945. Die Gesamtkosten belaufen sich einschließlich der Sanierung der Altbauten auf 45 Millionen Euro.

 

Die Gegenwartskunst im neuen Städel wird nicht chronologisch gehängt, sondern «entlang ihrer Hauptdiskussionslinien», wie Städel-Direktor Max Hollein erklärt. «Die große Diskussion zwischen Abstraktion und Figuration zeigen wir als dialogische Gegenüberstellung unterschiedlicher Positionen.» Als das Städel gegründet wurde, stand die Idee einer Schausammlung. «Heute - und das ist eine sehr positive Entwicklung - ist das Publikum viel breiter geworden.» Zu diesem «diversifizierten» Publikum könne man nicht mehr mit nur einer Stimme sprechen, Vermittlung sei wichtiger geworden.

 

Ein paar Häuser weiter steht das Weltkulturen Museum. Auch hier soll in ein paar Jahren ein Erweiterungsbau entstehen. Umzug und Neubau sind vom Tisch, an den Plänen für eine Erweiterung am gegenwärtigen Standort wird noch gefeilt. Seit Oktober 2010 war das Museum geschlossen, die Stammhaus wurde renoviert. Am 24. Januar wird die klassizistische Villa neu eröffnet. Die erste Ausstellung widmet sich dem Titel «Objekt Atlas. Feldforschung im Museum».

 

Das Deutsche Ledermuseum in Offenbach eröffnet im nächsten Jahr zwei weitere Teilabschnitte. Nach dem «Schatzkästchen» mit Meisterstücken von Mittelalter bis Barock und der Präsentation der Schattentheatersammlung wird im März 2012 der neue Saal für «Offenbacher Lederwaren im 20. Jahrhundert» eröffnet. Ende des Jahres folgt dann die neu gestaltete Asienabteilung. Die Kosten für den Ausbau - plus 500 Quadratmeter - belaufen sich auf rund 800 000 Euro.

 

Schon im vergangenen Jahr gab es eine stattliche Anzahl von Neu-, Um- und Ausbauten: Das «Bibelhaus Erlebnis Museum» und das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt, das Brüder-Grimm-Haus in Steinau an der Straße, die Keltenwelt am Glauberg oder das Museum für Stadtgeschichte in Heusenstamm. Im Dezember wurde das Museum für Kunst und Industriegeschichte in Großauheim wiedereröffnet.

 

 

http://www.staedelmuseum.de

 



Tags: museum  neu  städel  eröffnet  euro  abstrakte kunst  
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