| Linden-Museum feiert 100-Jähriges |
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| Mittwoch, 02. Februar 2011 um 06:41 Uhr | ||
Stuttgart (dpa/lsw) - Geburtstags-Countdown im Stuttgarter Linden-Museum: Im Mai feiert das renommierte Völkerkundemuseum sein 100-jähriges Bestehen mit einem Festakt. Bereits am Dienstag gab Direktorin Inés de Castro den Startschuss für das einzigartige Film- und Internetprojekt «Ein Ding aus meinem Leben». Dabei geht es um Objekte, die Menschen daheim aufbewahren, was sie bedeuten, weshalb sie aufgehoben werden und wie sie zur kulturellen Identität beitragen. Das Projekt begleitet die nächste Große Landesausstellung «Weltsichten», die ab Herbst (17.9.) gezeigt wird.
Sammeln und Bewahren, die klassischen Museumsaufgaben, fänden auch im Privaten statt, teilte das Museum mit. Museen und «das ganz normale Leben» hätten mehr miteinander gemeinsam als vielfach angenommen. Im Internet dokumentiert das Museum in 30 kurzen Filmen Menschen vor allem mit Migrationsgeschichte, die über ein Objekt - ein Ding - aus ihrem privaten Umfeld sprechen, das für sie eine besondere Bedeutung hat. Die Filme werden nach und nach ins Internet gestellt und sollen dort auch für Diskussionen sorgen.
Nach Angaben des Museums kamen im vergangenen Jahr rund 64 000 Besucher, allein die Ausstellung «Indiens Tibet - Tibets Indien. Das kulturelle Vermächtnis des Westhimalaya» habe 18 000 Besucher angelockt. Sie läuft noch bis 1. Mai. Anschließend ist die Ausstellung «Merhaba Stuttgart» über das deutsch-türkische Miteinander geplant. 2012 und 2013 stehen Nordamerika, Korea und die Inkas auf dem Programm. Das 1911 gegründete Linden-Museum zählt zu den größten Völkerkundemuseen Europas mit sieben Abteilungen.
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