| Drei Museen feiern Eulenspiegels 500. Geburtstag |
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| Mittwoch, 02. Februar 2011 um 06:41 Uhr | ||
Schöppenstedt/Mölln (dpa/lno) - Ein fünf Jahrhunderte alter Bestseller soll dem kleinen Eulenspiegel-Museum im niedersächsischen Schöppenstedt bei Wolfenbüttel einen großen Besucherandrang bescheren. Zum Jubiläum des Erscheinens zeigt das Haus vom 25. März an Originalseiten des 1511 herausgegebenen ersten Till-Eulenspiegel-Buches. Das kündigte Museumsleiterin Charlotte Papendorf am Dienstag an.
«Die Ausstellung wird eine echte Gemeinschaftsarbeit», sagte Papendorf. Beteiligt sind das Schlossmuseum in Bernburg (Sachsen-Anhalt) sowie das Uilenspiegelmuseum im westbelgischen Damme. Auch aus Mölln in Schleswig-Holstein, wo der mittelalterliche Schalk angeblich beerdigt wurde, kommt Unterstützung für das Projekt.
Im Mittelpunkt der Schau stehen die Fragmente der Originalausgabe. Sie befinden sich im Besitz einer Schweizer Familie und werden von den Eigentümern nicht nur nach Schöppenstedt, sondern auch nach Bernburg und Damme ausgeliehen. In beiden Städten soll die Schau später zu sehen sein. Damit die empfindlichen Blätter während der Ausstellung keinen Schaden durch die Lichteinstrahlung nehmen, müssen sie in Vitrinen aus speziellem Filterglas untergebracht werden.
«Außerdem wollen wir zeigen, wie die Figur des Eulenspiegel die Kunst und Literatur der vergangenen 500 Jahre beeinflusst hat», sagte Alexander Schwarz. Der Professor der Universität Lausanne hat am Konzept mitgewirkt. Als außergewöhnliche Exponate bezeichnete er vor allem die Arbeiten von Gerhard Marek. Der in Franken lebende Bildhauer habe sich zum Ziel gesetzt, alle 96 Szenen der Eulenspiegel-Geschichte in Bronzeskulpturen darzustellen.
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