| Barocke Elfenbeinkunstwerke aus Wien in Frankfurt |
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| Donnerstag, 03. Februar 2011 um 07:14 Uhr | ||
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Draußen wüteten Pest und Krieg, doch am Wiener Hof sorgten feinste Elfenbeinschnitzereien für Entzücken. Nie wurden mehr oder kunstvollere Arbeiten aus diesem kostbaren Material gefertigt als im 17. Jahrhundert. 36 solcher kleiner weißer Meisterwerke sind vom 3. Februar bis 26. Juni am Frankfurter Museumsufer zu sehen.
Sie stammen aus dem Kunsthistorischen Museum Wien, dessen Kunstkammer derzeit saniert wird. «Für das Liebieghaus bietet sich dadurch die einmalige Chance, eine solch hochwertige Auswahl an Meisterwerken präsentieren zu können», hieß es bei der Vorbesichtigung der Ausstellung «Elfenbein. Barocke Pracht am Wiener Hof» am Mittwoch.
Die Statuetten, Schalen, Pokale oder Kannen dienten allein «fürstlich-imperialen Repräsentationsansprüchen», wie die Kuratorinnen erklären. Es seien «Kunstkammerstücke» ohne Gebrauchswert. Die Herrscher schätzten Elfenbein, weil es exotisch, selten und wertvoll war; die Künstler mochten es wegen der Elastizität des Materials und weil es - dank Transparenz und Äderung - an die menschliche Haut erinnert.
Seine Blütezeit erlebte die Elfenbeinschnitzerei am Wiener Hof Kaiser Leopolds I. Während seiner Regentschaft gab es sogar einen offiziellen «Kammerbeinstecher» am Hof, der die Ideen des Kaisers umsetzte: zum Beispiel einen Deckelhumpen, der die Begegnung des Weingottes Dionysos mit dem König Pentheus darstellt - nebst nacktem Gefolge des Dionysos und eleganten Begleitern des Königs.
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