| Kunstmuseum beleuchtet «Kosmos Rudolf Steiner» |
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| Freitag, 04. Februar 2011 um 06:35 Uhr | ||
Stuttgart (dpa/lsw) - Er ist so einflussreich wie umstritten: Zum 150. Geburtstag des Philosophen Rudolf Steiner (1861-1925) beleuchtet das Kunstmuseum Stuttgart erstmals umfangreich die kulturgeschichtliche Bedeutung des Reformers. Auf 2000 Quadratmetern macht die Ausstellung «Kosmos Rudolf Steiner» von diesem Samstag an und bis zum 22. Mai auch den Einfluss des Begründers der Anthroposophie und der Waldorfpädagogik auf die zeitgenössische Kunst sichtbar. Am Ende der Ausstellung könne aber keine Antwort auf die Frage stehen, ob Steiner nun Prophet oder Scharlatan war - vielmehr gehe es um «eine unvoreingenommene Auseinandersetzung mit einem komplexen Thema.»
Steiner kommt auf eine gewisse Art und Weise heim: In Stuttgart hielt der Österreicher 1904 seinen ersten Vortrag, 1919 gründete hier auf der Uhlandshöhe die weltweit erste Waldorfschule. Und noch heute prägt eine Vielzahl anthroposophischer Einrichtungen die Stadt.
Die Ausstellung «Kosmos Rudolf Steiner» wurde gemeinsam mit dem Vitra Design Museum und dem Kunstmuseum Wolfsburg konzipiert. Teile davon waren im Sommer auch schon in Wolfsburg zu sehen. Etwa eine Reihe historischer Dokumente, Möbel, Filme und Architekturmodelle. Er war nicht nur selbst künstlerisch tätig, sondern beeinflusste nachweislich auch bedeutende Künstler wie Wassily Kandinsky oder Joseph Beuys.
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