| Fest der Farben: «Der Blaue Reiter» in der Albertina |
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| Freitag, 04. Februar 2011 um 06:35 Uhr | ||
Wien (dpa) - Ein Fest der Farben bei Kandinsky, ein düsteres Alptraum-Kabinett bei Alfred Kubin, Landschaften und Stillleben in subtiler Spannung bei Gabriele Münter: Die Ausstellung «Der Blaue Reiter» in der Albertina Wien präsentiert in bisher nie gezeigter Vollständigkeit Arbeiten der Künstlergruppe um Wassily Kandinsky, Gabriele Münter und Franz Marc. Das Lenbachhaus in München hat 150 Blätter nach Wien geschickt, die zusammen mit 100 Arbeiten aus dem Bestand der Albertina eine aufschlussreiche Reise in die Welt des «Blauen Reiters» ergeben.
Die Zusammenarbeit der beiden Häuser ermöglicht eine Premiere zum 100. Jahrestag der ersten Ausstellung der «wahrscheinlich bedeutendsten und einflussreichsten Künstlergruppe des 20. Jahrhunderts», wie Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder am Donnerstag sagte. Denn die meist kleinformatigen Arbeiten auf Papier aus dem Kreis um den «Blauen Reiter» wurden bisher nur jeweils als Auswahl gezeigt.
Die Albertina präsentiert sie nun komplett, räumt auch den kleinen Formaten viel Raum ein und widmet jedem der Mitglieder einen eigenen Raum. Dieses Prinzip ermöglicht einerseits eine intensive Auseinandersetzung mit den einzelnen Vertretern der Gruppe, legt aber gleichzeitig vielfältige Verbindungsstränge zwischen den Künstlern aus. So wird das von der Gruppe hochgehaltene Prinzip der Freiheit des Einzelnen ebenso deutlich wie die stilistische Vielfalt der Motive und Themen.
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