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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Armut in der Kunst - Große Ausstellung in Trier Von Birgit Reichert, dpa PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 08. Februar 2011 um 06:34 Uhr

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Künstler beschäftigten sich seit jeher mit Armut. Wie sich der Blick auf Arme in Europa verändert hat, zeigt eine große Kunstausstellung in Trier. Die einmalige Sonderschau stellt in zwei Museen 250 Exponate zusammen - von der Antike bis zur Gegenwart.

 

Trier (dpa/lrs) - In der Antike war derjenige arm, der arbeiten musste. Hilfe gab es für ihn keine - im Gegenteil. Gerne machte man sich über ihn lustig. Erst mit dem Christentum reichte man Armen die Hand. Und seit Ende des 18. Jahrhunderts wird ein Leben ohne Armut zur Frage der Menschenrechte. Wie sich der Umgang mit der Armut von der Antike bis heute gewandelt hat, zeigt eine große Kunstausstellung vom 10. April an in Trier. Rund 250 Exponate von etwa 80 Leihgebern quer aus Europa werden für diese einzigartige Schau zusammengetragen. «Eine Ausstellung zu Armut in diesem Umfang hat es bislang noch nicht gegeben», sagte der Leiter der Ausstellung, Professor Herbert Uerlings.

 

Zu den Hochkarätern der Schau «Armut - Perspektiven in Kunst und Gesellschaft» gehört etwa das monumentale Gemälde «Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit» von Hans und Paul Vredeman de Vries (um 1594) aus dem Historischen Stadtmuseum in Danzig. Oder auch Pieter Brueghels «Sieben Werke der Barmherzigkeit» (zwischen 1616 und 1638) aus dem Museum der Brotkultur in Ulm, sagte die Direktorin des Stadtmuseums Simeonstift Trier, Elisabeth Dühr. Ihr Haus wird mit rund 170 Werken vom Mittelalter bis zur Gegenwart der Hauptstandort der Ausstellung sein. Neben Gemälden sind Grafiken, Fotografien, Installationen und Skulpturen zu sehen. So etwa Jörg Immendorffs Skulptur «Oskar für Obdachlose».

 

Die 1,1 Millionen Euro teure Schau ist gemeinsam mit dem Sonderforschungsbereich (SFB) «Armut und Fremdheit» an der Uni Trier entstanden. Dort arbeiten seit 2002 Dutzende von Historikern, Politikwissenschaftlern und Literatur-Experten zum Thema Armut und Ausgrenzung. In der Schau sei die «Summe der Ergebnisse» umgesetzt, sagte die Geschäftsführerin des SFB, Gisela Minn. Rund 450 000 Euro stellt die Deutsche Forschungsgemeinschaft für die Schau bereit. «Armut ist ein uraltes Diskussionsthema, das bis heute - auch mit Hartz-IV - hochaktuell bleibt», sagte sie.

 

Die Ausstellung betrachtet Armut in der Kunst aus fünf Perspektiven. Eine ist etwa die «Dokumentation», in der Fotoserien über Obdachlose und Statistiken zu finden sind. Plus eine der ältesten Steuerlisten Deutschlands (um 1360), die aus Trier stamme, sagte Dühr. Unter der Rubrik «Stigma» gibt es Besonderheiten wie ein Bettelabzeichen aus Münster zu sehen, das Arme im Mittelalter tragen mussten. Und eine «Zigeunerwarntafel», die im 17. Jahrhundert an Wegkreuzungen aufgestellt wurden, um «Zigeuner» zu vertreiben, sagte Kuratorin Nina Trauth. Diese bislang kaum erforschte Tafel kommt aus dem Universalmuseum Joanneum im österreichischen Graz.

 

Die Reise in die Antike antreten können Besucher der Armut- Ausstellung im Rheinischen Landesmuseum Trier. Dort wird es eine Reihe von lebensgroßen Statuen und kleinen Statuen geben, darunter auch die Bronzestatuette «Buckliger Bettler» (250 v. Chr.) aus dem Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg. Weitere Leihgaben kommen aus Florenz, Budapest, Antwerpen, Brüssel, Berlin und München. Zu der Ausstellung gibt es ein sattes Begleitprogramm: Von einer Lesereise für Kinder über ein Kinoprogramm bis hin zu Vorträgen im Museum Karl- Marx-Haus - alles rund um Armut. Nach dem Ausstellungsende (31. Juli) wird die Schau vom 11. September bis 6. November in kleinerer Ausgabe ins Museum der Brotkultur in Ulm weiterziehen.

 

 

http://www.museum-trier.de

http://www.landesmuseum-trier.de

http://www.armut-ausstellung.de

 



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