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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Kunst & Kultur

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Magische Orte selbst gemacht - Kunst aus der Dose Von Hans-Christian Wöste, dpa PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 09. Februar 2011 um 06:38 Uhr

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Superscharf, verwaschen oder grobkörnig. Wenn Kunst zum Mitmachen anregt ist das Ergebnis immer unberechenbar. Besucher der Kunsthalle Emden sollen mit einfachen Dosenkameras ihre Verbindung zu einem magischen Ort festhalten.

 

Emden (dpa/lni) - Ein unscheinbares schwarzes Filmdöschen aus Plastik mit einem kleinen Loch - viel mehr ist kaum nötig für den ganz persönlichen Einstieg in die Kunstszene. «Was, das soll eine Kamera sein?», wundern sich Besucher der Kunsthalle im ostfriesischen Emden. Das Haus verschenkt Dosenkameras, mit denen sich tatsächlich Fotos machen lassen. Deren Qualität ist allerdings seltsam: Scharfe bis grobkörnige oder verwischte Konturen sind zu erkennen. Das Farbspektrum reicht von monochrom bis bunt-schillernd. Museumspädagogin Claudia Ohmert hat sich das Mitmach-Projekt ausgedacht und empfiehlt: «Einfach rangehen und ausprobieren.»

 

Ohmert und die Emder Kunsthalle möchten aus Anlass der aktuellen Ausstellung mit 111 Meisterwerken des norddeutschen Malers Franz Radziwill wissen: «Zu welchem Ort haben Sie eine magische Verbindung? Wo gehen Ihre Gedanken auf Wanderschaft?» Wer einen magischen Ort kennt, kann loslegen. Die Zutaten: das Filmdöschen und ein paar Gedanken zum Motiv. Die Mini-Lochkamera sollte davor stabil befestigt und der Klebestreifen abgezogen werden. Darunter erscheint ein nur 0,9 Millimeter großes Loch. Durch dieses «Objektiv» dringt Licht auf einen Filmstreifen. «Mindestens 24 Stunden, im Zimmer locker drei Tage», rät Ohmert als Belichtungszeit.

 

Wer das Motiv «im Kasten» hat, schickt das verschlossene Filmdöschen wieder an die Emder Kunsthalle. Der kleine, belichtete Fotopapierstreifen wird dort im Dunkeln herausgeholt und per Scanner in einen Computer übertragen. Nach kurzer Bearbeitung mit einer Fotosoftware wird das Bild zum Kunstwerk für die Öffentlichkeit sichtbar: Die Werke der «Lichtbildhauer» lassen sich auf Monitoren im Foyer der Kunsthalle betrachten. Jeder Einsender bekommt zudem seine Fotoaufnahme per E-Mail zurück.

 

Das Ergebnis ist unberechenbar, eine spannende und auch weitgehend zufällige Vermischung zwischen analoger Fototechnik und digitaler Umwandlung. «Es sind abstrakte Vorgänge, die ich nicht beeinflussen kann», sagt Ohmert. Mal superscharf, mal verwaschen, sogar Fingerabdrücke lassen sich erkennen, die beim Herausnehmen des gewölbten Filmstreifens aus der Dose zurückbleiben.

 

«Nördliches Panorama» lautet etwa das verfremdete Foto einer verschwommenen Landschaft mit Bäumen und geheimnisvollem Vordergrund. «Im Zimmer wird es pinker», hat jemand ein anderes Motiv benannt. Ein anonymer Künstler hat einen trist wirkenden «Jugendflur» eingeschickt: Es ist eine Szene aus einer Justizvollzugsanstalt.

 

«Die Aktion kommt in der Künstler-Community gut an», glaubt Kunsthallen-Sprecherin Ilka Erdwiens. Ähnliche Mitmach-Projekte gab es in Emden schon zur Nolde-Ausstellung «Paare» mit Porträts von Besucher-Paaren. Zur «Realismus»-Ausstellung brachten Interessierte 1200 kleine Gegenstände mit, die als Kunstharz-Objekte zum Teil der Ausstellung wurden. Und wer sich von den Gemälden Erich Heckels inspiriert fühlte, konnte seine eigene Landschaft kneten.

 

800 Lochkameras hat die Kunsthalle bereits verteilt, weitere 1000 Filmdöschen werden vorbereitet. Die Aufnahmetechnik stammt ursprünglich aus Finnland: Dort wurde mit der langen Belichtungszeit der Lauf der Sonne verfolgt. «Ein sinnlicher Prozess der Kunstvermittlung, ohne große Vorträge oder Erklärung von Theorien», schwärmt Museumspädagogin Ohmert.

 



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