| Landesausstellungzum Naumburger Meister Von Petra Buch, dpa |
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| Freitag, 11. Februar 2011 um 06:42 Uhr | ||
Sachsen-Anhalt widmet sich in seiner Landesausstellung 2011 dem Oevre des sogenannten Naumburger Meisters. Der Steinbildhauer ist wegen der Stifterfiguren aus dem Naumburger Dom berühmt. Sein Name, Geburtsjahr und seine Herkunft sind bis heute unbekannt.
Naumburg/Zeitz (dpa/sa) - Das Werk und die internationale Ausstrahlung des bis heute unbekannten Naumburger Meisters stehen im Mittelpunkt der Landesausstellung von Sachsen-Anhalt 2011. Die Schirmherrschaft für die Schau (29.6.-2.11.) haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy übernommen. Das teilten die Organisatoren der Ausstellung am Donnerstag mit. Die Landesschau trägt den Titel «Der Naumburger Meister - Bildhauer und Architekt im Europa der Kathedralen».
In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland sowie Museen wie dem Pariser Louvre widme sich zum ersten Mal eine Ausstellung dem Werk des Naumburger Meisters im europäischen Kontext der Mitte des 13. Jahrhunderts.
Rund 350 Exponate werden in Naumburg im Dom und an weiteren Ausstellungsorten in der Stadt gezeigt, kündigte Holger Kunde, Direktor der Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz, an. Dazu gehören Skulpturen, Handschriften sowie Werke der Schatzkunst, Glas- und Buchmalerei. Die Stücke sind Leihgaben aus Deutschland, Frankreich, Polen, Großbritannien, Österreich und den USA. Sie ermöglichen den Angaben zufolge einen einzigartigen Einblick in den Kultur- und Kunstaustausch des europäischen Hochmittelalters.
Der Naumburger Meister schuf um die Mitte des 13. Jahrhunderts den Westchor und die zwölf Stifterfiguren im Naumburger Dom, darunter auch die des Markgrafen Ekkehard II. und seiner Gemahlin Uta. Der Dom St. Peter und St. Paul zählt zu den bedeutendsten sakralen Kulturdenkmälern Europas.
Der Werktrupp von Bildhauern und Steinmetzen, mit dem sich der Name «Naumburger Meister» verbindet, nahm den Angaben zufolge innerhalb des Bauhüttenwesens des europäischen Mittelalters eine herausragende Stellung ein. Nach der Ausbildung an den nordfranzösischen Kathedralbauten der Île de France, der Champagne und Picardie in den 1220-er Jahren führte ihr Weg über die Grenzen des Königreichs Frankreich hinaus, über Mainz nach Naumburg und Meißen. Die Anzahl und die Qualität der erhaltenen Skulpturen sind nach Ansicht von Experten von Weltrang.
Zur Landesschau gibt es Korrespondenzstandorte, einer davon ist Zeitz. Dort widmet sich eine Sonderausstellung (6.7.-2.11.) im Schloss Moritzburg dem Thema «Die alte Domkirche und das neue Kollegiatstift. Die Zeitzer Residenz der Naumburger Bischöfe». Rund 70 Exponate würden ausgestellt, sagte Frank-Joachim Stewing, Leiter der Stiftsbibliothek Zeitz. Die Schau zeichne die Geschichte des Naumburger Bistums vom 10. bis zum 16. Jahrhundert aus Zeitzer Sicht nach.
http://www.naumburgermeister.de
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