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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Burda: «Investieren Sie um Gottes Willen nicht in Kunst» Interview: Oliver Schmale und Roland Böhm, dpa PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 15. Februar 2011 um 06:45 Uhr

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Stuttgart (dpa) - Kunstsammler, Stifter und Mäzen. Frieder Burda (74) hat seine Nische gefunden - jenseits der bunten Glamourwelt seines Bruders, des «Bunte»-Verlegers und «Bambi»-Veranstalters Hubert Burda. Das Museum Frieder Burda in Baden-Baden ist sein Lebenswerk. Dass die Nachfolge bereits geregelt ist, er kein Interesse an den Zeitschriften seines Bruders hat und dass er keinem rät, in Kunst zu investieren, sagte er kurz vor seinem 75. Geburtstag im Interview der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart.

 

Wie ist Ihr Verhältnis zur Presse?

 

Frieder Burda: «Hervorragend. Ich bin im Hause meiner Eltern, zwei Vollblut-Verleger, groß geworden. Alles drehte sich um den Verlag. Ich lese täglich eine Stunde Tageszeitungen - "Badisches Tagblatt", "FAZ", "Welt", "NZZ", "Bild" und "Le Monde". Zeitschriften lese ich nicht. Eine "Bunte" interessiert mich nicht mehr, weil mich das gesellschaftliche Leben nicht mehr interessiert. Davon bin ich zu weit entfernt. "Spiegel" und "Focus" sind sehr subjektiv.»

 

Wie bewerten Sie aktuell den Kunstmarkt?

 

Burda: «Ich kaufe Kunst nicht spekulativ, sondern weil ich Freude daran habe. Der Kunstmarkt ist eindeutig überhitzt. Wenn mich Leute fragen, welche Künstler ich ihnen empfehle, sage ich ganz klar: Investieren sie um Gottes Willen nicht in Kunst. Ich finde nichts schlimmer, als mit Kunst zu spekulieren. Das soll man eher mit Kaffee oder Sojabohnen machen. Die Preise sind unrealistisch hoch. Es gibt keine Anzeichen, dass sich das ändert. Bei den anstehenden Auktionen in London oder New York werden sicherlich neue Rekordpreise erzielt.»

 

Wohin steuert das Museum Frieder Burda?

 

Burda: «Es wird immer schwieriger, Ausstellungen zu organisieren. Je teurer die Bilder werden, umso weniger sind die Besitzer, ob Privatsammler oder Museen, bereit, sie auszuleihen. Auch die Versicherungskosten werden exorbitant hoch. Ich plane natürlich, am Zeitgeist zu bleiben, und auch junge oder andere Künstler zu zeigen. Mich mit junger Kunst zu beschäftigen, hält mich auch selbst jung.»

 

Ist die Nachfolge geregelt?

 

Burda: «Wenn man 75 wird, dann muss man anfangen, sein Leben und seine Nachfolge in irgendeiner Weise zu ordnen. Ich habe das große Glück, dass meine jetzige Frau vier Kinder in unsere Ehe brachte. Patricia, die älteste Tochter, kann hineinwachsen und auch das Museum jung erhalten. Und der zweitälteste Stiefsohn Dominic hat alle Voraussetzungen, eines Tages verantwortlich zu sein für die Stiftung. Er braucht sicherlich noch zehn Jahre, aber ich hoffe, dass ich noch zehn Jahre da bin. Dann ist alles in trockenen Tüchern.»

 

Wie sehen sie ihre Rolle im Kulturleben von Baden-Baden?

 

Burda: «Ich bin von Anfang an beim Festspielhaus mit dabei. Ich war der erste Stifter und habe damit sicher weitere Stifter motiviert, mitzumachen. Ich unterstütze das Festspielhaus auch heute noch regelmäßig mit hohen Zuwendungen. Die Stadt ist durch das privat getragene Festspielhaus und durch mein Museum jünger geworden.»

 

Was fasziniert Sie am Sammeln?

 

Burda: «Sammeln ist Leidenschaft. Und Leidenschaft ist nicht zu erklären. Irgendwann wird es immer mehr. Und einiges Tages fragte ich mich: Was mache ich jetzt mit den Bildern? Mein großer Wunsch war, die Menschen daran teilhaben zu lassen, was ich im Blick habe. Es ist aber auch ein gewisser Stolz, gute Bilder zu finden und vielleicht auch, dass Kunstkritiker sagen: Donnerwetter, die Sammlung ist gut.»

 

Was gönnen Sie sich?

 

Burda: «Ich führe kein aufwendiges Leben. Das wollte ich nie haben. Sie werden mich auch nie in den Gesellschaftsseiten der Zeitungen oder Magazine sehen. Da gehöre ich nicht hin. Wenn, dann ins Feuilleton. Ich habe ein Ferienhaus in Korsika, da bin ich gerne. Ich lebe bescheiden, habe eine großartige Familie, eine tolle Frau mit sehr vielen Ideen.»

 

Fehlt Deutschland eine Spendenkultur wie etwa in den USA?

 

Burda: «Die Spendenkultur wird sich erst noch richtig entfalten. Sie werden sehen, dass wir in zehn Jahren ein ganz anderes Spendenverhalten haben. Vielleicht nicht ganz so wie in Amerika. Aber es werden unglaublich viele Vermögen vererbt in den nächsten Jahren. Und viele, die erben, werden sich auch engagieren für das Allgemeinwohl. Weil sich die Menschen sagen: Ich muss etwas zurückgeben. Es ist wichtig, sein Glück auch weiterzugeben.»

 

Ende April werden Sie 75. Was haben Sie sich für die nächsten Jahre vorgenommen?

 

Burda: «Zunächst mal möchte ich gesund bleiben. Und das ist nicht ganz so einfach. Da muss man solide leben. Und das tue ich, soweit ich es kann. Das habe ich nicht immer getan, aber in den vergangenen Jahren umso mehr. Und dann möchte ich, dass ich in der Lage bin, mein Museum so lange zu führen, bis ich für eine geordnete Nachfolge gesorgt habe.»

 

Wie feiern Sie Ihren 75?

 

Burda: «Ich bin ja nun jemand, der sich nicht feiern lassen will. Ich nehme ja auch keinen Orden an. Ich bin Ehrenbürger von Baden-Baden, und das war es dann. Mehr will ich nicht haben, weil ich der Meinung bin: Ich tue das nicht um Ehrungen zu bekommen. Ich habe geplant, mit der Familien und ein paar Freunden auf den Nil zu gehen. Aber ich gehe natürlich kein Risiko ein. Mal sehen, wie sich die Lage in Ägypten entwickelt. Ich werde in jedem Fall nicht in Baden-Baden sein.

 

Wie ist das Verhältnis zu ihrem Bruder Hubert?

 

Burda: «Wir haben ein gutes Verhältnis. Aber wenn ich zu Hubert gehe, dann besuche ich ihn zu Hause, und nicht bei einer Bambi-Veranstaltung. Das wäre falsch. Das soll er alleine machen. Das ist seine Welt und ich habe eine andere Welt. Aber es liegt mir nicht, ich mag diese Welt nicht, die mir nichts gibt. Menschen, die untereinander nur neidisch und eifersüchtig sind. Ich hab mich da nie wohlgefühlt.»

 

Das Verlegertum reizt Sie gar nicht mehr?

 

Burda: «Dass wir uns getrennt haben, ist für uns beide ein Glücksfall. Er wäre nie so erfolgreich geworden mit mir. Wie will man entscheiden, dass man «Focus» macht bei zwei gleichberechtigten Partnern. Verleger kann man nur alleine sein.»

 



Tags: baden  kunst  museum  leben  «ich  abstrakte kunst  
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