| Essen will mehr Landesgeld für Museum Folkwang |
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| Dienstag, 15. Februar 2011 um 06:45 Uhr | ||
Essen (dpa) - Nach dem erfolgreichen Start des Museums Folkwang im Kulturhauptstadtjahr 2010 möchte die finanziell klamme Stadt Essen mehr Landesgeld für den Alltagsbetrieb des Hauses. «Das Land könnte 10 oder 20 Prozent der laufenden Kosten von derzeit 4,5 Millionen Euro im Jahr übernehmen», sagte Essens Kulturdezernent Andreas Bomheurer am Montagabend. «Das wäre ein Signal für die Sammlung.» Das Folkwangmuseum wirke weit über die Stadt hinaus als Leuchtturm für ganz NRW, den Kommunen gehe es finanziell schlecht.
Für den Anfang 2010 eröffneten Neubau des Museums hatte die Krupp-Stiftung 55 Millionen Euro gegeben. Den laufenden Betrieb und zusätzlich Rückstellungen für das Gebäude in Millionenhöhe muss allerdings dauerhaft die Stadt finanzieren. Essen operiert am Rande des Nothaushalts und steht bereits bei seiner Theater- und Philharmonie GmbH unter starkem Spardruck. Bisher gibt es nach Auskunft von Museumschef Hartwig Fischer Landesgeld über die Kunststiftung NRW etwa für Ankäufe und staatliche Hilfe bei der kostspieligen Versicherung der Werke, aber keinen festen Zuschuss für den Alltagsbetrieb.
Das Museum Folkwang hatte 2010 mit seiner Sammlung und großen Sonderausstellungen über 800 000 Menschen angezogen und zählte damit bundesweit zu den fünf bestbesuchten Häuser, wie Fischer sagte. Nach einer Umfrage vom Oktober 2010 (500 Befragte NRW-weit) ist es NRW-weit das bekannteste Museum noch vor dem Wallraf-Richartz-Museum und dem Museum Ludwig in Köln. Auch künftig solle es jedes Jahr eine große Publikumsausstellung geben, kündigte Fischer an. Das Museum habe dauerhaft das Potenzial für hohe Besucherzahlen.
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