| Baubeginn für «Friedland-Museum» wahrscheinlich 2012 |
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| Montag, 21. Februar 2011 um 06:50 Uhr | ||
Friedland (dpa/lni) - Der schrittweise Umbau des Grenzdurchgangslagers Friedland zu einem Erlebnismuseum mit gleichzeitig laufendem Betrieb kann voraussichtlich 2012 beginnen. Für den ersten Abschnitt seien fünf Millionen Euro erforderlich, sagte die Sprecherin des niedersächsischen Innenministeriums, Vera Wucherpfennig. Medien hatten berichtet, dass die Innenpolitiker der Regierungsfraktionen von CDU und FDP sich für die Maßnahme einsetzen wollten. Auch Innenminister Uwe Schünemann (CDU) stehe hinter dem Projekt, sagte seine Sprecherin. Voraussetzung für den Baubeginn sei, dass der Landtag die erforderlichen Mittel bewillige.
Zunächst wolle das Land den historischen Bahnhof kaufen und sanieren sowie eine Art Museumspfad zu wichtigen historischen Stätten im Lager bauen, zur Friedlandglocke beispielsweise oder zur Nissenhütte und den Kirchen, sagte Wucherpfennig. Der Bahnhof habe für Friedland als «Erinnerungsort deutscher Geschichte» eine ganz besondere Bedeutung. Dort seien die meisten der mehr als vier Millionen Heimkehrer, Aussiedler und Flüchtlinge angekommen, die insgesamt im Grenzdurchgangslager aufgenommen wurden.
Der «Masterplan» für das Museum sieht insgesamt fünf Bauabschnitte vor, die zusammen bis zu 18 Millionen Euro kosten könnten. Die weitere Finanzierung ist nach Wucherpfennigs Worten aber noch offen. Die Zahl der in Friedland ankommenden Aussiedler ist in den vergangenen Jahren immer weiter auf zuletzt wenige Tausend gesunken. Um die Einrichtung besser zu nutzen, bringt das Land Niedersachsen seit Beginn dieses Jahres im Grenzdurchgangslager auch Asylbewerber unter.
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