| Ex-Maler Schönebeck: «Malen lenkt nur ab» Interview: Sandra Trauner |
|
|
|
| Mittwoch, 23. Februar 2011 um 06:56 Uhr | ||
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Vor 45 Jahren hat der Maler Eugen Schönebeck den Pinsel aus der Hand gelegt. Seine großformatigen Porträts von kommunistischen Politikern und Dichtern fanden in den 60er Jahren in Westdeutschland wenig Anklang. Die Frankfurter Kunsthalle Schirn zeigt das mit 30 Ölbildern schmale Gesamtwerk des Künstlers, um ihm «den gebührenden Platz in der Kunstgeschichte zu sichern». Am Rande der Eröffnung am Dienstagabend sprach dpa mit dem 74-Jährigen, der bei Dresden geboren wurden, in den 50er Jahren nach West-Berlin zog und im Winter 1966/67 sein letztes Bild malte.
Frage: Herr Schönebeck, wieso haben Sie mit dem Malen aufgehört?
Schönebeck: «Früher war ich Maler, jetzt bin ich Künstler. Malen lenkt nur ab.»
Was haben Sie seither gemacht?
Schönebeck: «Ich habe an meiner Selbstvervollkommnung gearbeitet. Ich versuche, in einer völligen Nicht-Zeit zu leben.»
Wie empfinden Sie das - nach so langer Zeit eine so große Ausstellung?
Schönebeck: «Ich war sehr überrascht. Aber ich freue mich, meine Bilder noch mal zu sehen.»
Wieso haben Sie im Westen diese «Ost-Motive» gemalt?
Schönebeck: «Ich habe das aus Überzeugung gemalt, parteiisch aber nicht aus parteipolitischem Interesse.»
Wie waren die Reaktionen?
Schönebeck: «Die Reaktionen waren fast gleich null. Die Bilder hat damals ja kaum jemand gesehen.»
|
























































