| Klassik Stiftung besitzt 200 Rembrandt-Radierungen |
|
|
|
| Donnerstag, 24. Februar 2011 um 06:43 Uhr | ||
Weimar (dpa/th) - Die Klassik Stiftung Weimar besitzt einen der weltweit größten Bestände an Rembrandt-Radierungen. Mehr als zwei Drittel der 321 bekannten Radierungen des Künstlers liegen in den Graphischen Sammlungen. 71 ausgewählte Meisterwerke von Rembrandt Harmensz van Rijn (1606-1669) werden von Freitag an bis zum 8. Mai im Schiller-Museum der Klassikerstadt gezeigt. Die Radierungen gehen auf Ankäufe von Herzog Carl August zurück, der unter anderem von seinem Freund Johann Wolfgang Goethe fachlich beraten wurde. Rembrandt zähle zu den bedeutendsten Schöpfern von Radierungen, teilte die Stiftung am Mittwoch mit. Seine Arbeiten inspirierten bis heute viele Künstler.
Eine der Kostbarkeiten sei ein hochwertiger früher Abdruck der Radierung «Die drei Kreuze», die als Höhepunkt auch seines technischen Könnens gelten. Präsentiert werden nicht nur alt- und neutstamentarische Szenen, sondern auch Heilige, antike und mythologische Themen, Genreszenen, Porträts sowie Selbstporträts - und groteske Köpfe. Als Radierer sei Rembrandt mindestens ebenso produktiv und vielseitig gewesen wie als Maler.
Zusammen mit dem Rembrandt Research Project sei der Fundus nun erstmals wissenschaftlich detailliert aufgearbeitet und vollständig publiziert worden. Dabei wurde nachgewiesen, dass die Mehrzahl der Weimarer Werke kostbare Abzüge aus Rembrandts Zeit sind.
Erstmals zu sehen sind auch sechs Originalzeichnungen des niederländischen Barockkünstlers. Wegen ihrer Empfindlichkeit können sie aus konservatorischen Gründen nur die ersten zwei Wochen gezeigt werden. Die Zeichnungen sollen danach noch auf eine Ausstellungstournee gehen. Zeichnungen deutscher Künstler aus der Zeit um 1800, darunter auch Goethe, zeigen zudem den Einfluss des Malers auf nachfolgende Künstlergenerationen.
|
























































