| Erotik und Frauen: Dolly Buster zeigt Gemälde Von Kathrin Zeilmann, dpa |
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| Freitag, 25. Februar 2011 um 06:12 Uhr | ||
Die ehemalige Pornodarstellerin Dolly Buster präsentiert in Fürth ihre bislang größte Gemäldeausstellung. Die begeisterte Malerin zeigt 31 Gemälde und den Spagat zwischen «Kunst und Erotik».
Fürth (dpa) - Dolly Buster? Richtig, das ist die als Pornodarstellerin bekanntgewordene Blondine, die mittlerweile zwar nicht mehr dreht, aber noch als Produzentin in der Erotikbranche erfolgreich ist. Eine Kunstgalerie in Fürth hat ihre Eröffnung in neuen Räumlichkeiten nun mit einer Schau von Dolly Busters Werken gefeiert.
Eine Kunstgalerie? Richtig. Dolly Buster ist eine begeisterte Malerin, hatte vor dem Fall des Eisernen Vorhangs in Prag an der staatlichen Kunstschule Unterricht genommen und von 2006 an Kurse an die Kunstakademie Düsseldorf besucht. Natürlich - Dolly Busters Gemälde sind keine erotikfreie Zone. Nackte Brüste, ein nackter Po, laszive Körper, rote Lippen. Aber alles wirkt dezent, kommt nicht marktschreierisch oder ordinär daher.
«Ich war überrascht von der Qualität der Bilder», sagt Galeristin Heidrun Kannegiesser, die zugibt: «Bei Dolly Buster denkt man nicht zuerst an Gemälde.» Buster sei jedoch, so findet sie, ein «verstecktes Talent», das sich jetzt auf die große künstlerische Bühne wage. Zwischen 3000 und 7000 Euro muss man bezahlen, um sich einen echten «Buster» ins Wohn- oder Schlafzimmer hängen zu dürfen.
Erotik und Frauen, das seien die großen Themen, erzählt Buster (41). «Frauen inspirieren mich.» Und die Erotik - die gehöre ja nun einmal dazu. «Ich finde es ganz spannend, zwischen Kunst und Erotik den Spagat zu finden.» Was Dolly Buster nicht will: sich ein neues Image zulegen und in den noblen Galerieräumen nichts mehr mit der Pornobranche zu tun haben. Sie stehe zu dem, was sie hauptberuflich mache und gemacht habe. Bei der Bewertung ihrer Gemälde sei das jedoch manchmal hinderlich.
«Ich könnte die Bilder aber auch unter meinem eigentlichen Namen Nora Baumberger ausstellen. Vermutlich wäre der Zuspruch sogar noch größer», sagt sie. Die vielen Fragen, die zwischen ihren Bildern und der Pornografie immer wieder einen Zusammenhang herstellen möchten, beantwortet sie geduldig, sagt aber auch: «Würde diese Bilder eine völlig unbekannte Kunststudentin präsentieren, dann würde man die Bilder höher bewerten.»
Die Kunst ist ein Hobby für Dolly Buster, sie könne hier ihre Kreativität ausleben und viele ihrer Gedanken einfließen lassen: «Alle Bilder bedeuten mir etwas.» Ihren Stil kann sie genau beschreiben: «Ich versuche erst, figurativ ein fotonahes Bild zu malen, das dann verhältnismäßig perfekt aussieht. Von weitem könnte man sogar meinen, das sei ein Foto.» Um diese Perfektion zu durchbrechen, «schleudere und gieße ich Acrylfarben drüber».
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