| 35 Jahre Keramik Symposien Römhild |
|
|
|
| Montag, 28. Februar 2011 um 06:44 Uhr | ||
Erfurt/Römhild (dpa/th) - Es war eine kleine Sensation, als sich 1975 auf dem VEB Töpferhof Römhild Keramiker aus der DDR erstmals mit Kollegen aus dem Westen trafen. Bis 1990 war die süddthüringische Kleinstadt sechsmal Treffpunkt gemeinsamen Arbeitens. Den «Aufstieg, Fall und Neubeginn» des Internationalen Keramiksymposiens Römhild zeigt von Samstag an eine Retrospektive im Güldenen Krönbacken in Erfurt. Der Verband Zentraler Künstler der DDR hatte vor 35 Jahren durchgesetzt, dass Gäste aus dem «nichtsozialistischen Ausland», so der offizielle DDR-Sprachgebrauch, an dem Symposium unmittelbar an der deutsch-deutschen Grenze teilnehmen durften.
Bis zum 3. April sind in der Landeshauptstadt charakteristische Arbeiten der bisherigen acht Symposien zu sehen. Sie stammen aus dem Fundus des Museums Schloss Glücksburg in Römhild und geben einen Überblick über Entwicklungen der Keramik in den vergangenen Jahrzehnten. Die Sonderschau steht zugleich für deutsche Geschichte und Kunstgeschichte: Das sechste Symposium begann im September 1990 in der DDR, als es im Oktober zu Ende ging, war Deutschland vereint. 1993 organisierte ein Verein ohne staatliche Unterstützung das Keramik Symposium. Es war trotz hoher künstlerische Leistung und größerer Internationalität das vorläufige Ende, teilten die Organisatoren am Freitag mit.
2008 gelang einem Verein trotz schmalen Budgets der Neubeginn der Internationalen Keramik Symposien. Im August ist Römhild erneut Treffpunkt von Keramikern aus dem In- und Ausland. Acht Teilnehmer, unter anderem aus China, Taiwan, Belgien, Deutschland und den USA, sind wegen ihrer eigenwilligen Material- und Formensprache aus 114 Bewerbern ausgewählt worden.
www.keramiksymposium.roemhild.de
|
























































