| Große spanische Gegenwartskünstler |
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| Mittwoch, 08. Februar 2012 um 05:30 Uhr | ||
Berlin (dpa) - Mit Antoni Tàpies ist der wohl letzte weltbekannte spanische Künstler der Gegenwart gestorben. Andere große Vertreter der spanischen Gegenwartskunst:
PABLO PICASSO (1881-1973) gilt vielen als größte künstlerische Begabung des 20. Jahrhunderts. Er hinterließ rund 1200 Skulpturen, 1900 Gemälde, 3200 Keramiken, 7000 Zeichnungen und 30 000 Grafiken. Bei Auktionen erzielen seine Werke immer wieder Rekordsummen. Sein Gemälde «Junge mit Pfeife» von 1905 zum Beispiel wurde für mehr als 104 Millionen US-Dollar verkauft. Zu seinen bekanntesten Werken gehört das Kriegsgemälde «Guernica» von 1937. Das Motiv einer Taube, das Picasso für den Pariser Weltfriedenskongress entwarf, wurde zum Friedenssymbol.
SALVADOR DALI (1904-1989): Die Faszination, die von den Werken des Malers, Bildhauers, Performance-Künstlers, Poeten und Filmautors ausgeht, ist mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Tod des Exzentrikers ungebrochen. Der Nachwelt blieb Dalí nicht nur wegen seiner immer wiederkehrenden schmelzenden Uhren, sondern auch wegen seines ausgefallenen Schnurrbarts in Erinnerung. Einen wesentlichen Anteil am Erfolg Dalís hatte dessen Frau Gala. Die gebürtige Russin war die Muse und Managerin des Künstlers und hielt dessen Spleens in Grenzen.
JOAN MIRO (1893-1983) war ein bescheidener, grundsolider Mensch, der die Öffentlichkeit und den Rummel um seine Person scheute. Dabei gehörte er neben seinem Freund Pablo Picasso zu den weltweit bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Beide besuchten in Barcelona dieselbe Kunstschule. Mirós Bilderwelt ist von einer verspielten Naivität geprägt, voller Leichtigkeit und heiterer Fantasie. Der Katalane wurde den Surrealisten zugerechnet, war aber stets auf seinen eigenen Stil bedacht.
EDUARDO CHILLIDA (1924-2002), einer der größten Bildhauer der Welt, wurde in Spanien lange verkannt. Deutsche Poesie und Philosophie hätten sein Schaffen stark geprägt, erklärte er einmal. Seine besondere Beziehung zur Bundesrepublik zeigt sich auch darin, dass seine Monumentalskulptur «Berlin» das Kanzleramt in der Hauptstadt ziert. Mit seinem Verständnis von Raum und Form revolutionierte Chillida die Bildhauerei. Seit den ersten Einzelausstellungen Ende der 50er Jahre und dem Großen Internationalen Preis für Skulptur der Biennale in Venedig (1958) sind seine Werke in aller Welt zu Hause.
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