Während der deutsche Begriff Kunst im Alt- und Mittelhochdeutschen Wissen, Kenntnis, Meisterschaft und Lehre bedeutete, entwickelte sich die heutige Bedeutung aus dem Lateinischen. Der Begriff „ars“ wurde ins Deutsche übersetzt und erfuhr insbesondere in der Neuzeit eine Mehrdeutigkeit, was darauf zurückzuführen ist, dass neben den alten, ursprünglichen Anwendungen des Begriffes Kunst neue Begriffe entstanden. Kunst trat, bezogen auf Malerei und damit auch auf Bilder, bereits in der Altsteinzeit auf.
In ihrer Entstehungszeit galt Malerei in der Antike als Handwerk und nicht als Kunst. Die Bilder und andere Produkte ordnete man Handwerkern, jedoch nicht Künstlern zu. Die Antike bezeichnete als freie Künste die einem freien Mann zur Verfügung stehenden Kenntnisse und Fähigkeiten. Der Hellenismus ordnete Architektur und Medizin den freien Künsten zu, jedoch die mit der Hand ausgeführten Künste, wie die Kunst des Malens, die Herstellung von Bildern, wurden als niederes Handwerk bezeichnet.
Im Mittelalter erfuhr das antike Kunstleben aufgrund der Völkerwanderungen in Europa eine nahezu gänzliche Auflösung. In dieser Zeit war die Signatur des Werkes eines Künstlers nicht üblich und künstlerische Produktionen wie das Malen von Bildern wurden überwiegend von den Kirchen in Auftrag gegeben. Auch der Adel ließ sich – jedoch in eher geringem Umfang – Auftragsarbeiten anfertigen. Im Gegensatz zur Antike, deren Bestreben hinsichtlich Kunst in einer möglichst guten Nachahmung der Natur lag, erfuhr die Schönheit im Mittelalter die Definition über den religiösen oder geistigen Gehalt eines Kunstwerkes.
In der Neuzeit erfuhr der Stellenwert der Kunst und somit die Arbeit des Künstlers mit dem Übergang zur bürgerlichen Gesellschaft eine grundlegende Änderung. Waren die Auftraggeber für Bilder und andere Kunstwerke zunächst überwiegend Adel und Kirche, so erfuhr der Künstler durch die so genannten gebildeten Kunstsammler zunehmende Aufmerksamkeit und eine verstärkte Nachfrage nach seinen Werken. Die Frührenaissance begann diesen Prozess zunächst in Italien, um sich in ganz Europa ab Mitte des 15. Jahrhunderts fortzusetzen. Kunst wurde nun auch von Kaufleuten geschätzt, welche mit Kunstwerken und Bildern ihre gesellschaftliche Stellung demonstrierten, und der Künstler schuf Werke, welche nicht mehr ausschließlich Glaubensinhalte zum Ausdruck brachten. Künstler wurde ein anerkannter Beruf.
Die Diskussion um den heutigen Wortsinn des Begriffes Kunst fand ihren Anfang Mitte des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts, dem so genannten Zeitalter der Aufklärung. Der Künstler war bestrebt, einen größeren Publikumskreis anzusprechen und so verengte man den Begriff Kunst zunächst auf Skulpturen und Gemälde beziehungsweise Bilder. Diese wurden in Zeitschriften und Zeitungen vorgestellt und von Journalisten beurteilt. Zu dieser Zeit unterschied man zwischen äußeren und inneren Bildern. Während innere Bilder Vorstellungen, Ideen und Sprache waren, ordnete man äußere Bilder Bauwerken, Einrichtungsgegenständen oder in handwerklicher Arbeit gefertigten Produkten zu. Der bildende Künstler wurde souverän und ging keine Verpflichtung mehr einem Auftraggeber gegenüber ein, sondern schuf für einen neu entstehenden Kunstmarkt seine Werke.
Der mit dem Beginn der Moderne entstandene frei zugängliche Kunstmarkt ermöglichte eine beträchtliche Erweiterung des Publikums. Erheblich gefördert wurde dieser durch öffentliche Ausstellungen und durch die von der Presse begonnenen Diskussionen über Kunst. Die Kunst thematisierte sich jedoch in einem Maße selbst, dass das Interesse der breiten Schichten, welche sie eigentlich ansprechen wollte, verloren ging. Während Konflikte um Kunst vormals intern und patriotischer Natur oder eine Frage des Geschmacks waren, stieß die Kunst nun auf Ablehnung in breiten Kreisen der Gesellschaft. Die Gegenmoderne entstand mit ihren eigenen Ausdrucksformen, welche unter anderem vor allem in der Diffamierung der Moderne bestanden. Im Nationalsozialismus erreichte diese Diffamierung einen Höhepunkt und die Moderne wurde als „Entartete Kunst“ bezeichnet, es folgten Berufsverbote und spöttische Präsentationen, und die Abteilungen der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts wurden ab November des Jahres 1936 in deutschen Museen aufgelöst.
Sammelbegriffe wie „Kunst der Gegenwart“ oder „Zeitgenössische Kunst“ definieren die gegenwärtige Kunst nur allgemein. Für die seit Beginn der Postmoderne entstehende Kunst ist der Begriff „Künstlerische Avantgarde“ überholt. Aufgrund dessen dient „Zeitgenössische Kunst“ als Umschreibung für die künstlerischen Arbeiten, welche dazu beitragen, etwas so wahrnehmbar in der Gegenwart zu machen, dass sie, kulturell betrachtet, bedeutend in die Zukunft wirken.
Abstrakte Kunst
von Michael Külbel
artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakten Werke des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de
artefacti® wird zur Marke
artefacti® wird zur eingetragenen Marke. Mit Wirkung zum 02.06.2008 ist die Wortmarke artefacti® in das Register des Deutschen Patent- und Markenamtes unter den Aktenzeichen 30 2008 005 456.5 / 16 eingetragen worden. Unter der Wortmarke werden die Gemälde des Künstlers Michael Külbel als auch die Veranstaltung von Ausstellungen geschützt.